(Erschienen in: „Das Blättchen“ Nr. 2, 23. Januar 2006)Lohnzuwachsraten bis zu 25 Prozent? In einer Welt, die den Wert von Produkten nicht mehr auf einem anonymen Warenmarkt ermittelt, um den geschaffenen Neuwert dann in Lohn und Profit zu teilen, sondern in der für einen weitgehend gestalteten Markt die Preise der Güter über die Kosten kalkuliert werden, sind die höheren Löhne von morgen die höheren Preise von übermorgen.
Montag, 23. Januar 2006
Freitag, 10. Juni 2005
Warum ein bedingungsloses Ja zur linken Einheit?
(erschienen in: „Neues Deutschland“, 10. Juni 2005, S. 15)
Bereits seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts leben die Industrieländer in einer veränderten Welt, deren ökonomische Grundbeziehung nicht mehr der Austausch von Waren ist.
Bereits seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts leben die Industrieländer in einer veränderten Welt, deren ökonomische Grundbeziehung nicht mehr der Austausch von Waren ist.
Mittwoch, 22. Oktober 2003
Was Ihr Vermögen wirklich wert ist
Deutschland gehört zu den reichen Ländern der Welt. Hier gibt es viele Vermögende, und die Mehrheit der Bevölkerung gilt als wohlhabend. Nur wenige sind arm, aber selbst diese sind – an den Maßstäben der ärmsten Länder gemessen – wohlhabend, denn niemand muß hungern oder frieren. Dennoch - auch wenn Sie sich für vermögend halten, geben Sie sich keiner Illusion hin! Sie haben weniger, als Sie denken.
Berichte aus dem Irrenhaus
Bei einer Gesamtstaatsverschuldung von 6,3 Billionen Dollar verzichtete US-Präsident G. W. Bush auf Steuereinnahmen aus Aktiengewinnen im Umfang von insgesamt rund 670 Milliarden Dollar über zehn Jahre, um so, wie er glauben machen wollte, die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. Und führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute bewerteten diese Maßnahme auch noch "grundsätzlich positiv".
Donnerstag, 18. September 2003
Sozialismus in zwei Spielarten
Bemerkung zu einem Leserbrief von Gerhard Jährig (ND, 30./31. August 03: "Den Sozialismus haben wir noch gar nicht erlebt"), erschienen in ND, 18. September 03, unter der Überschrift „Keine Lehren, sondern Analysen“
Karl Marx‘ und Friedrich Engels‘ Erwartungen von einer aus ihrer Sicht zukünftigen, wie sie sagten "sozialistischen" Gesellschaft haben sich in Bezug auf deren ökonomische Grundbeziehungen bereits erfüllt – auf zwei verschiedenen Wegen, in zwei verschiedenen Spielarten, aber in ständiger gegenseitiger Beeinflussung und mit furchtbaren Tragödien auf beiden Seiten.
Karl Marx‘ und Friedrich Engels‘ Erwartungen von einer aus ihrer Sicht zukünftigen, wie sie sagten "sozialistischen" Gesellschaft haben sich in Bezug auf deren ökonomische Grundbeziehungen bereits erfüllt – auf zwei verschiedenen Wegen, in zwei verschiedenen Spielarten, aber in ständiger gegenseitiger Beeinflussung und mit furchtbaren Tragödien auf beiden Seiten.
Donnerstag, 3. Juli 2003
Salto rückwärts
Leserbrief von Heerke Hummel, Werder /Havel, zu „Sozialismus auf Pump?“ ND, 1.7.03, S. 5
(erschienen in ND, 3. Juli 03, S. 11)
Liebich hat mit seiner Frage auf dem PDS-Parteitag (wahrscheinlich unbewusst) ein ganz wichtiges und interessantes politökonomisches Problem angesprochen. Denn nicht nur die Zukunft wäre mit Schuldenmachen auf Pump finanziert. Die ganzen vergangenen 50 Jahre sozialen Wohlstands in der Bundesrepublik waren tatsächlich „gepumpt“ – auf dem Wege von Staatsverschuldung und schleichender Geldentwertung.
(erschienen in ND, 3. Juli 03, S. 11)
Liebich hat mit seiner Frage auf dem PDS-Parteitag (wahrscheinlich unbewusst) ein ganz wichtiges und interessantes politökonomisches Problem angesprochen. Denn nicht nur die Zukunft wäre mit Schuldenmachen auf Pump finanziert. Die ganzen vergangenen 50 Jahre sozialen Wohlstands in der Bundesrepublik waren tatsächlich „gepumpt“ – auf dem Wege von Staatsverschuldung und schleichender Geldentwertung.
Mittwoch, 5. März 2003
Stalins Erben gestern und heute
Bemerkungen zu einer Konferenz zum 50. Todestag J. W. Stalins
Auf der Konferenz im Roten Salon der Berliner Volksbühne am 5. März 2003 zum 50. Todestag Stalins stand plötzlich die Frage im Raum: War diese Diktatur notwendig, unumgänglich? Und der deutsche Historiker Prof. Dr. Wolfgang Ruge, der als emigrierter Kommunist selber viele Jahre in einem sowjetischen Arbeitslager gelitten hatte, sagte zu meiner großen Verwunderung: Ja. Denn wäre es Stalin nicht gewesen, hätte ein anderer seine Rolle übernommen.
Auf der Konferenz im Roten Salon der Berliner Volksbühne am 5. März 2003 zum 50. Todestag Stalins stand plötzlich die Frage im Raum: War diese Diktatur notwendig, unumgänglich? Und der deutsche Historiker Prof. Dr. Wolfgang Ruge, der als emigrierter Kommunist selber viele Jahre in einem sowjetischen Arbeitslager gelitten hatte, sagte zu meiner großen Verwunderung: Ja. Denn wäre es Stalin nicht gewesen, hätte ein anderer seine Rolle übernommen.
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