Von
Heerke Hummel
Es heißt, Europa erlebe derzeit einen
Flüchtlingsstrom wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Krieg und
Verfolgung treiben ihn an, und viele wollen unerträglicher Armut entfliehen. Da
mag am Horizont ein Fünkchen Hoffnung auf eine Lösung des Problems aufleuchten.
Leon Schreiber hat es mit einem Essay gesendet, der ihm bei einem Wettbewerb
des St. Gallen Symposiums den 2. Platz sicherte und im Londoner „Guardian“
veröffentlicht wurde. Darin wird aus verschiedenen Entwicklungs- und
Schwellenländern in aller Welt über Initiativen und Pilotprojekte berichtet,
bei denen es um die Zahlung eines Grundeinkommens für die Ärmsten der Armen
geht. Von zehn US-Dollar pro Monat und Familienmitglied ist da die Rede, mit
denen es etlichen Empfängern gelungen sein soll, dank solcher Absicherung mit
Kleinst-„Investitionen“ unternehmerisch aktiv zu werden.