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Dienstag, 3. November 2015

Offener Brief



                                                                                                    30. Oktober  2015

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!

Ihre standhafte Haltung in der Flüchtlingsfrage verdient große Anerkennung und Unterstützung, zumal die Widerstände in Deutschland zuzunehmen scheinen und die europäische Solidarität auf sehr schwachen Füßen steht. Angesichts der ungeheuren Herausforderung, vor der Europa und insbesondere Deutschland stehen, drängt es mich, Sie in der gebotenen Kürze auf einen möglichen Lösungsansatz für die Krise hinzuweisen, der von der Bedeutung der Europäischen Zentralbank ausgeht. Von dieser Institution war im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsproblem noch nichts zu hören. Und ich möchte feststellen:

Wer den Euro retten konnte muss auch Millionen Flüchtlinge retten!

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Fallrückzieher mit Eigentor

(Erschienen in: "Das Blättchen", Nr. 8/2008, www.das-blaettchen.de)

Obwohl solche Vergleiche hinken, wage ich, das Verhalten der Europäischen Union im Kosovo-Konflikt mit diesem Fußball-Bild darzustellen. Der Ball, die Zukunft der albanischstämmigen Kosovaren, wurde zurück gespielt, in Richtung mittelalterliche Kleinstaaterei. Das Fallen der EU war kein Stürzen, sondern ein Sichfallenlassen, ein Einknicken vor US-amerikanischer Weltherrschaftspolitik. Es geschah schon zu Beginn der 1990er Jahre mit der Unterstützung der separatistischen Bewegungen in Jugoslawien und mit der Anerkennung seiner Nachfolgestaaten. Tragischer Höhepunkt dieser rückwärts gerichteten Politik war die Beteiligung (auch Deutschlands) am Krieg gegen das „Regime Milosevic“, ihr jüngstes Produkt ein Zwergstaat, der sich wohl nicht einmal als Steueroase a la Liechtenstein eignen wird. Doch ein Zankapfel wird er lange bleiben. Und darin liegt das Eigentor – von den Strategen jenseits des Atlantiks wohl kalkuliert! Wieso das?

Mittwoch, 5. März 2003

Stalins Erben gestern und heute

Bemerkungen zu einer Konferenz zum 50. Todestag J. W. Stalins

Auf der Konferenz im Roten Salon der Berliner Volksbühne am 5. März 2003 zum 50. Todestag Stalins stand plötzlich die Frage im Raum: War diese Diktatur notwendig, unumgänglich? Und der deutsche Historiker Prof. Dr. Wolfgang Ruge, der als emigrierter Kommunist selber viele Jahre in einem sowjetischen Arbeitslager gelitten hatte, sagte zu meiner großen Verwunderung: Ja. Denn wäre es Stalin nicht gewesen, hätte ein anderer seine Rolle übernommen.