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Freitag, 22. Oktober 2010

Irrtümer der Deutschen

(Erschienen in: "Deutschland Archiv", Zeitschrift für das vereinigte Deutschland, Heft 3/2010)

Genau 40 Jahre lang war Deutschland im vorigen Jahrhundert geteilt, nun ist es schon wieder 20 Jahre lang vereint – wenigstens staatlich. Und die Deutschen? Wie gingen sie mit ihrer Situation um? Sie lebten, nachdem sie mehrheitlich gerade aus der großen Illusion eines nationalen Sozialismus erwacht waren, mit neuen, wenn auch unterschiedlichen, falschen Vorstellungen von sich und der Welt weiter - bis heute.

Montag, 22. Oktober 2007

Abschied vom "Marxismus"

(Oder: Die veränderte Welt bedarf einer veränderten Theorie)
Es geht hier nicht um einen Abschied von Marx, sondern darum, festzustellen, was die gewaltigen Umwälzungen seit dem 19. Jahrhundert in wissenschaftlich-technischer und ökonomischer Hinsicht sowie ganz allgemein im Leben der menschlichen Gesellschaft für das Theoriengebäude von Karl Marx, für seine Analysen und Schlussfolgerungen bedeuten. Dabei ist zu fragen, wie weit die heutige Realität bezüglich der Produktion und des Austausches sowie der Aneignung und Darstellung des gesellschaftlichen Reichtums von derjenigen zu Zeiten von Marx und Engels abweicht und inwieweit die Analyse der heutigen Wirklichkeit zu neuen Ergebnissen, Einschätzungen und Konsequenzen führt. Unbestritten soll sein, dass Karl Marx wie kein anderer die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit treffend ökonomisch und politisch analysierte und erfasste, von seinem philosophischen Werk ganz zu schweigen. Und nicht weniger bedeutsam ist sicherlich sein Vermächtnis, das er in methodischer Hinsicht hinterließ.