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Donnerstag, 22. Oktober 2009

Ware und Geld in der heutigen Gesellschaft

Oder: Der Wert in der Finanzform

(Erschienen in: "offen-siv", Heft 4/09)
Ich halte es für notwendig, tiefgründiger von den Erscheinungen der Wirklichkeit zu abstrahieren und auf das Wesen der Sache zu schließen, auch was die heutigen Verhältnisse betrifft,  und  zeige
  1. wie sich für Marx Entstehung und Entwicklung der Wertform darstellten,
  2. wie Marx auf ihr schließliches Verschwinden schloss,
  3. dass und wie sich dieser Prozess aus der Logik der kapitalistischen Reproduktion heraus, also auf Grund des Bewegungsgesetzes der bürgerlichen Gesellschaft in der Realität bereits vollzogen hat,
  4. wie dieser Wandel logischerweise zu einer veränderten Betrachtungsweise des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses (quasi aus einem anderen Blickwinkel heraus) führt bzw. durch diese veränderte Betrachtungs- und Darstellungsweise offenbar wird. 

Montag, 22. Oktober 2007

Der Wert in der Finanzform

Ich wurde gebeten, mich zu dem in „offen-siv“ geführten Disput zwischen Wolfgang Hoss und Hermann Jacobs über Warenproduktion und Geld im Sozialismus zu äußern. Das ist insofern nicht leicht, als bei der Länge der sehr ins Detail gehenden und mit Zitaten gespickten Beiträge die Unterschiede in den Ansichten unscharf werden. Immerhin stimmen ja beide Autoren darin überein, „dass die Theorie, die die Beibehaltung der Warenproduktion in den Ländern des ehemaligen Ostblocks forderte, nicht nur einer grundsätzlichen Revision der Sozialismustheorie von Marx und Engels gleichkam, sondern ein verhängnisvoller Irrtum war.“ (Zitat Hoss) Trotz dieser Übereinstimmung, worin ich beiden folge, meint Hoss, wie er mir mitteilte, „dass das Geld in einer sozialistischen, nicht mehr auf Warenproduktion gegründeten Wirtschaftsordnung fortbestehen kann, und dass es bereits heute schon keine Ware mehr ist“, während Jacobs meint: „… einen Sozialismus mit Arbeitszeitzertifikaten hat es nicht gegeben, er blieb stattdessen beim Geld“, (denn) ein Arbeitszertifikat sei „ein an die Person gebundener Schein über eine Arbeitsleistung…“ Wieso an die Person gebunden?

Ich halte es für notwendig, tiefgründiger von den Erscheinungen der Wirklichkeit zu abstrahieren und auf das Wesen der Sache zu schließen, sowohl was die damaligen „sozialistischen“ als auch was die heutigen Verhältnisse betrifft. Bereits in UTOPIEkreativ (Heft 212, Juni 2008) zeigte ich

  1. wie sich für Marx Entstehung und Entwicklung der Wertform darstellten,
  2. wie Marx auf ihr schließliches Verschwinden schloss,
  3. dass und wie sich dieser Prozess aus der Logik der kapitalistischen Reproduktion heraus, also auf Grund des Bewegungsgesetzes der bürgerlichen Gesellschaft in der Realität bereits vollzogen hat,
  4. wie dieser Wandel logischerweise zu einer veränderten Betrachtungsweise des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses (quasi aus einem anderen Blickwinkel heraus) führt bzw. durch diese veränderte Betrachtungs- und Darstellungsweise offenbar wird.

Mittwoch, 22. Oktober 2003

Was Ihr Vermögen wirklich wert ist

Deutschland gehört zu den reichen Ländern der Welt. Hier gibt es viele Vermögende, und die Mehrheit der Bevölkerung gilt als wohlhabend. Nur wenige sind arm, aber selbst diese sind – an den Maßstäben der ärmsten Länder gemessen – wohlhabend, denn niemand muß hungern oder frieren. Dennoch - auch wenn Sie sich für vermögend halten, geben Sie sich keiner Illusion hin! Sie haben weniger, als Sie denken.