Freitag, 22. Oktober 2010

Revolution - der Abgrund?

(Erschienen in: "Das Blättchen", Nr. 16/2010 - www.das-blaettchen.de)

In den Abgrund will Peer Steinbrück nach eigener Aussage (ARD, 4. August 2010) als Finanzminister der großen Koalition im Herbst 2008 nach Ausbruch der Finanzkrise geblickt haben. Angst für sich persönlich habe er nicht gehabt, als er mit der Bundeskanzlerin vor die Fernsehkamera trat, um das Wahlvolk mit dem Versprechen zu beruhigen, die Regierung werde die Sicherheit seiner Ersparnisse garantieren. Doch Bilder der Geschichte, wie Menschenmassen die Kassen der Banken leerfegten, um ihr Geld zu retten, seien ein Blick in den Abgrund gewesen. Nicht weniger auch der Gedanke an Tumulte, brennende Autos und Häuser, eben Geschehnisse wie dieses Jahr in Griechenland.Macht und Ohnmacht eines Krisenmanagers, wie es im Untertitel des ARD-Films hieß ?

Kommunismus am Mittelmeer?

Nicht nur im Geld- und Finanzsystem gibt sich diese Gesellschaft falschen Vorstellungen hin. Auch bei einer Kreuzfahrt im Mittelmeer werden Menschen mit Illusionen abgespeist.

Vorwärts nach Europa

Die Zeit der Rückblicke auf die vergangenen zwanzig Jahre ist vorüber und die Zukunft wieder im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Diese ist für Menschen unserer Breiten in hohem Maße durch das „Projekt Europa“ bestimmt, jedenfalls wohl viel mehr, als dies bisher vom allgemeinen Bewusstsein verinnerlicht wurde, das sich immer noch durch nationalstaatliche Grenzen fesseln lässt. Wer darüber nachdenken möchte, dem sei ein Essay mit dem Titel „Staat muss sein. Muss Staat sein?“ zur Lektüre empfohlen, den Ekkehart Krippendorff (em. Professor für Politikwissenschaft und Politik Nordamerikas am John F. Kennedy-Institut der FU Berlin) in der Beilage APuZ der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Nr. 34-35/2010) veröffentlichte. Darin werden, nach geschichtlichen Rückblicken bis in die Antike, staatliche Auflösungserscheinungen auch der jüngsten Vergangenheit sowie unfruchtbare Versuche, dem mit militärischen Mitteln entgegen zu wirken, kommentiert.

Gesetzliche Regeln statt Appelle ans Gewissen

(Kommentar zu Edzard Reuter: "Das Gewissen ist verloren" ("Neues Deutschland", 20.10.2010)

Ein ehrenwerter Edzard Reuter! Dennoch: Sein ökonomisches Denken ist (natürlich!) geprägt von seiner Herkunft, Ausbildung und unternehmerischen Vergangenheit. Der „europäische Kapitalismus“ hat nicht dadurch seine „Mäßigung“ verloren, dass ihm die Besinnung auf die „soziale Rücksichtnahme“ des Adam Smith abhandenkam, sondern weil sich die gesellschaftlichen Verhältnisse im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts grundsätzlich änderten.

Freitag, 8. Oktober 2010

Null-Zins ist sinnvoll

Kommentar, „Handelsblatt“-Online, 8, 10. 2010

Die Kritiker der Notenbanken übersehen, dass das Geld seit der Aufhebung des Goldstandards (1971) nicht mehr private Sache (Edelmetall) ist bzw. diese vertritt, sondern eine öffentliche, also politische Angelegenheit.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Europa als Weltpolizist?

Kommentar im "Handelsblatt" zu einem Beitrag von Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz

Weltpolizist Europa?
Für wen, Herr Ischinger, in wessen Diensten und wem gegenüber sollte Europa den Polizisten spielen? Soll es sich auf den gescheiterten Weg der USA begeben und ebenfalls dem eigenen Niedergang entgegen gehen? Oder sollte es

Samstag, 2. Oktober 2010

Ei des Kolumbus: Systemwandel

Kommentar von H. H. zum Interview mit Jim Rogers: „Wer frisches Geld druckt, ruiniert sein Land“ in „Handelsblatt“-Online,

Eine Möglichkeit wurde von Mister Rogers und den Kommentatoren noch gar nicht beleuchtet: Die Revolutionierung des gesamten Wirtschafts- und Finanzsystems.